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Die Umbenennung ihrer
Gemeinde in Maria Magdalena Gemeinde ist eine gute Entscheidung
mit prophetischem Charakter. Maria Magdalena ist Jüngerin, Zeugin und
Osterbotin. Sie ist eine mutige Frau und begleitet Jesus unters Kreuz.
Sie riskiert damit ihr eigenes Leben, auch als sie sich früh am Morgen
aufmacht, um das Grab zu besuchen, mit der Absicht den Leichnam zu
salben und Abschied zu nehmen, denn auch das sollte Menschen damals
nicht vergönnt sein, es war gefährlich einen angeblichen Verbrecher am
Grab zu besuchen..
Maria Magdalenas Liebe überschritt Grenzen, überwand Ängste und
Abgründe. Auch wir stehen vor Abgründen in unserem Leben, erleben
Kränkungen, Trauer und Schmerz, Gewalt und Arbeitslosigkeit, wir wissen
manchmal nicht wie es weitergeht. Manchmal müssen wir unsere Hoffnung
buchstäblich zu Grabe tragen. So ging es auch Maria
Magdalena.
Sie war Kränkungen ausgesetzt , die sie in der Begegnung mit Jesus
auszuhalten lernte und zu
einer starken Frau wurde, die anderen Menschen etwas weitergeben konnte
von diesen heilenden Erfahrungen..
Maria Magdalena wendet sich um heißt es im Johannesevangelium und in
dieser Umwendung geschieht das Entscheidende, sie löst sich vom Blick in
die Vergangenheit, kann erstmals nach vorne sehen. Sie wird bei ihrem
Namen gerufen Das Hören ihres Namens öffnet ihre Ohren und lässt sie das
sehen, was nicht für alle sichtbar war. Sie erhält schließlich den
Auftrag zu ihren Schwestern und Brüdern zu gehen und das zu verkünden,
was sie gesehen hat. Der Auftrag findet sich auf dem indischen
Hungertuch gestaltet von der Künstlerin Lucy d’ Souza wieder. |