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Tansania-Partnerschaft mit Malanduku und Ukange

Was hat Tansania mit dem Osdorfer Born zu tun?

Eigentlich passen die beiden Altarleuchter so gar nicht zur übrigen Einrichtung der Maria-Magdalena- Kirche.

Diese Art von „Kirchenkunst“ unterscheidet sich deutlich von allen anderen Prinzipalstücken im Kirchraum und trotzdem haben sich die Tansaniagruppe und der Kirchenvorstand der Gemeinde etwas dabei gedacht, als sie vor vielen Jahren diesem Geschenk der tansanischen Partnergemeinde einen so hervorragenden Platz auf dem Altar einräumten.

Seit über 30 Jahren besteht eine Partnerschaft mit einer Kirchengemeinde im Süden Tansanias. Wie so etwas zustande kommt, erläutert ein Blick zurück. Pastor R. Wassermann hat zusammen mit seiner Frau einige Jahre selbst dort verbracht und schreibt dazu: „Auf Einladung des Propstes Yonam Tweve, der 1979 zu Besuch im Kirchenkreis Blankenese war, machte sich im Jahre 1981 eine Delegation des Kirchenkreisvorstandes unter Leitung von Propst Schmidtpott auf den Weg nach Tansania, um die Möglichkeiten einer kirchlichen Partnerschaft zu prüfen. Zu dieser Delegation gehörten neben Propst Schmidtpott das Ehepaar Knuth, Volkmar Zinke und ich. Wir bereisten unter Leitung von Propst Tweve die Gemeinden des Kirchenkreises Lupila und waren ebenfalls Gäste bei Bischof Swallo in Bulongwa. Es wurde sehr bald klar, dass Partnerschaft nicht nur möglich, sondern auch nötig war, und zwar für beide Seiten.“

So wurde die tansanische Gemeinde Malanduko Partnergemeinde für die Kirchengemeinde Osdorfer Born, heute Maria-Magdalena-Kirchengemeinde, Malembuli wird von der Emmaus-Gemeinde in Lurup betreut und Utanziwa von der Martin-Luther-Gemeinde in Sülldorf-Iserbrook.

Jedes Jahr geht in Verbindung mit anderen Gemeinden ein Container mit unterschiedlichen Hilfsgütern auf die Reise von Hamburg nach Dar-es-Salaam und weiter in den Süden. Während meines zweijährigen Aufenthalts im Rahmen der Deutschen Entwicklungshilfe in Tansania hatte ich Land und Leute aus eigener Anschauung kennen und schätzen gelernt. So war es dann selbstverständlich für mich, mich nach meiner Rückkehr hier am Osdorfer Born weiterhin für die Interessen unserer tansanischen Partnergemeinden zu engagieren.

Neben Sachspenden und einer aktiven Strickgruppe hat sich der Kirchenvorstand der Maria-Magdalena- Kirchengemeinde bereit erklärt dafür Sorge zu tragen, dass die Gehälter für die zwei Kindergärtnerinnen in Malanduko bezahlt werden.

Viele andere Probleme der tansanischen Partner können allerdings nicht von Hamburg aus „gelöst“ werden. Gesundheitswesen, Schulbildung und Gemeindeaufbau liegen nach wie vor fest in den Händen der Menschen vor Ort. Bei Besuchen allerdings können alle voneinander direkt lernen und gemeinsam Erfahrungen sammeln. Dieser Ansatz des Teilens wird auch immer wieder gelebt. Nicht nur in Afrika, auch am Osdorfer Born.