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Prädikantin

Bärbel Bauer

Achtern Born 127d

22549 Hamburg

Tel.: 040 83 61 96

E-Mail: ge-bauer@t-online.de

Prädikanten halten als Ehrenamtliche Gottesdienste in unserer Gemeinde

Was ist eine Prädikantin?

Der evangelische Prädikant  wird auch als Laienprediger bezeichnet. Das Wort leitet sich von dem lateinischen Verb "praedicare" ab, welches predigen bedeutet.

Sie bearbeiten vorliegende oder verfassen selbständig eigene Predigten und dürfen innerhalb der evangelisch-landeskirchlichen Gemeinden frei verkündigen. Ihr Dienst ist prinzipiell ehrenamtlicher Natur. In Hamburg gestalten derzeit 56 Prädikanten die Gottesdienste.

Das Profil der Prädikanten hat sich im Laufe der Zeit verändert. So ist die Bezeichnung „Hilfsprediger“ noch aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs abgeleitet, als Pfarrfrauen und Kirchenvorsteher die fehlenden Pfarrer zeitweise ersetzen mussten.

Im Zusammenhang mit der allgemeinen Aufwertung der Laien innerhalb der evangelischen Kirche wird der Prädikantendienst zunehmend im Licht des „Priestertums aller Gläubigen“ gesehen. Das "Priestertums aller Gläubigen", wie es in der lutherischen Kirche verstanden wird, wird besonders über diese Laienprediger umgesetzt. Denn es gäbe eben niemanden zwischen Gemeinde und Gott - ein Pastor habe im Gottesdienst keine besondere Rolle, die Aufgabe könne theoretisch jeder aus der Gemeinde übernehmen.

Prädikanten können aufgrund ihrer persönlichen Geschichte und ihrer Verankerung im Berufsleben Erfahrungen in die Verkündigung einbringen, die Pfarrern nicht zur Verfügung stehen, weil deren Werdegang und Alltag ein weitgehend anderer ist. Daher sind sie nicht mehr nur Ersatz, sondern Ergänzung für das Gesamtbild der Verkündigung. 

Was unterscheidet eine Prädikantin von einem Pastor?

Die Unterschiede zwischen der Ausbildung zum Pastor und jener zum Laienprediger sind groß.

Während Pastoren erst nach einem fünf bis sieben Jahren langen und umfangreichen Theologiestudium sowie zweieinhalb Jahren Vikariat eine Stelle übernehmen, dauert die Ausbildung der Prädikanten nur drei Jahre. In der Zeit werden drei Studienwochen, zwölf Wochenenden und ein Abschlussgottesdienst absolviert. Zudem finden regelmäßige Treffen mit einem Mentor statt.

Gelernt wird unter anderem das Grundwissen zum Alten und Neuen Testament sowie über Symbole, Gottesbilder, des Weiteren Predigtlehre, -vorbereitung, Liturgie und Ethik.

Zusammenfassend kann man sagen, ein Prädikant ist ein Laienprediger, also ein Pastor, der nur Gottesdienste hält. Er wird für seine Tätigkeit weder bezahlt, noch erfüllt er andere pastorale Aufgaben. Der Fokus liegt darauf, Predigten zu schreiben und zu halten. Bei Bedarf könne Prädikanten nach vorheriger Fortbildung auch Taufen, Trauungen oder Beerdigungen vornehmen.